Windrad Donauinsel – das erste Windrad Wiens
Windräder in der Stadt – das sieht man nicht besonders oft. Eines davon steht auf der Donauinsel und ist ziemlich hoch. Wie sieht es von da oben aus? Dass Wien neben Sonnen- auch Windenergie erzeugt, das wissen nur Wenige. Und wo genau das erste Windrad Wiens steht, die Wenigsten.

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Das Wichtigste in Kürze
- Das erste Windrad Wiens steht seit 1997 auf der Donauinsel nahe der Steinspornbrücke.
- Es zählt heute zu den kleinsten Windkraftanlagen Österreichs.
- Die Anlage erzeugt umweltfreundlichen Strom für rund 100 Haushalte.
- Windkraft ist ein wichtiger Baustein der Energiewende und der regionalen Stromversorgung.
Ein Windrad mitten im Grünen
In den 1980er-Jahren gingen die meisten Menschen noch davon aus, dass Österreich kein „Windland“ sei und es nicht genügend Wind gäbe, um Strom daraus zu produzieren. Im Rückblick sieht die Sache jedoch ganz anders aus. Was nur Wenige wissen: In Wien gibt's ein Windrad, und dieses steht nicht versteckt irgendwo im Nirgendwo, sondern gut ersichtlich auf der Donauinsel.
Rundherum ist es grün, es joggen die Menschen, gehen Spazieren oder führen ihren Hund aus und mittendrin steht seit Mai 1997 das erste Windrad Wiens. Mittlerweile zählt das Windrad zu den kleinsten Windkraftwerken Österreichs.
Hoch hinauf: Mit der Hauptstadt im Hintergrund
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Auf etwa 50 Metern Höhe gibt es in der Nähe der Turbine eine kleine Plattform. Mit ein wenig Fantasie sieht sie aus wie ein runder Balkon - aber wenn man dort steht, muss man sich gut festhalten, weil: es ist meistens sehr windig. Das obige Video zeigt die außergewöhnliche Aussicht aus rund 50 Metern Höhe, die sonst meist nur bei Wartungsarbeiten zu sehen ist.
Strom für 100 Haushalte
Das Erzeugen von Erneuerbaren Energien in der Stadt, das ist wirklich was Besonderes: mitten im Erholungsgebiet, wo Wiener*innen ihre Freizeit verbringen, steht ein Windrad, das rund 100 Haushalte mit umweltfreundlichem, grünem Strom versorgt.
Wer das erste Windrad Wiens auch sehen möchte, der kann das beim nächsten Spaziergang auf der Donauinsel tun. Das Windrad befindet sich in der Nähe der Steinspornbrücke, gleich nach der Vienna Watersports Arena.
Und so funktioniert Windenergie

Die Höhe der Anlage und die Größe des Rotordurchmessers sind wesentliche Faktoren für die Stromerzeugung. Am meisten Strom wird erzeugt, wenn der Wind nicht übermäßig stark weht, sondern wenn er es gleichmäßig tut. Denn: Je gleichmäßiger der Wind, desto mehr umweltfreundlicher Strom wird erzeugt.
Ideal für die Energieproduktion sind 20 Stundenkilometer. Ähnlich wie ein Fahrrad-Dynamo dreht sich der Rotor des Windrades und entnimmt der Wind Energie. Ein Generator wandelt diese Rotationsenergie "Dreh-Energie" sprich in Strom um.
Ein Windrad erzeugt pro Stunde genug Energie, um zwei Jahre rund um die Uhr Playstation zu spielen. Und es spart rund 4.500 Tonnen CO2– jedes Jahr.
Zukunft Windkraft
Windkraft ist ein wichtiger Baustein der Energiewende und bietet viele Vorteile. Mehr als 1.400 Windkraftanlagen in Österreich erzeugen jährlich rund 9 Milliarden Kilowattstunden Strom (Stand 2025). Das entspricht rund elf Prozent des österreichischen Stromverbrauchs.
Auch Wien Energie setzt auf Windkraft und verfügt über rund 145 Windkraftanlagen (Stand 2026). Gemeinsam mit ImWind erreichen wir seit 2026 eine installierte Leistung von mehr als 1.000 Megawatt aus Wind-, Sonnen- und Wasserkraft. Davon entfallen 520 Megawatt auf Windkraft. Bis 2030 soll die gesamte Erneuerbaren-Leistung auf 1.800 Megawatt ausgebaut werden.


